Samstag, 1. Oktober 2016

Wenn Gott mich liebt, dann können alle anderen mich gern haben

Heute traf ich eine sehr betrübte Bekannte. Sie scheint gerade sehr unglücklich wegen dem Verhältnis in ihrer Nachbarschaft zu sein. Die einen lästern, die anderen schauen sich nicht einmal in die Augen oder grüßen sich neuerdings nicht mehr. Es klang ein wenig nach Zickereien kleiner Mädchen im Kindergarten - und überhaupt nicht nach Erwachsenen mittleren Alters und Senioren.

Ich überlegte lange, wie sich solch eine Situation wohl auf mein Verhalten auswirken würde: Wäre ich genauso traurig oder würde ich auch den ganzen Tag grübeln, warum die Nachbarin plötzlich so seltsam ist?

Ich glaube nicht. Oder doch?

Und wenn nicht, warum würde es mich weniger stören?

Einerseits bestimmt, weil mein Terminkalender immer komplett voll ist und ich gar nie so viel Zeit zum Grübeln hätte. Andererseits bin ich eher ein Eigenbrötler und mir macht es ganz und gar nichts aus Zeit alleine zu verbringen. Aber dann fiel mir noch etwas drittes ein: Wenn Gott mich mag, so wie ich bin, warum sollte ich mich dann ändern - nur um irgendwelchen außenstehenden Dritten zu gefallen?

Ja, ich glaube wirklich: Wenn Gott mich liebt, dann können die anderen mich gern haben ;-)

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