Montag, 29. April 2019

Sichere Welt - ein Privileg

Heute wurde mir jäh bewusst, wie fürsorglich mein Gott für uns ist.
Oft vergesse ich, was für ein Privileg es ist, dass ich in einem sicheren Land lebe. Ich kann im Wald spazieren, über die Wiese laufen - ohne Angst haben zu müssen, auf eine Tretmiene zu tappen. Ich kann tagsüber allein unterwegs sein. Das ist in vielen Ländern nicht nur als Frau, sondern auch als Mann, gefährlich. Ich habe ein Dach über dem Kopf. Ich lebe ohne die ständige Bedrohung einer Entführung. Ich glaube, in unserer heilen Welt vergessen wir oft, was das für ein Privileg ist.

Freitag, 19. April 2019

Es gibt keine größere Liebe...

Ja, ich gebe es zu. Ich bin KEIN gefühlstechnischer Eisklotz. Vielleicht habe ich auch nah ans Wasser gebaut. Aber die Karfreitagsliturgie geht mir sehr zu Herzen.
Jedes Jahr kämpfe ich am Karfreitag mit den Tränen. Weil mein Gott so unendlich gütig und so unfassbar reich an Liebe ist. Jesus ist für mich gestorben. Was für ein riesiges Opfer!

Es ist, wie wenn dich ein Richter aufgrund eines eindeutig erwiesenen Vergehens zum Tode verurteilt. Das Urteil kann nicht zurückgenommen werden. Und während du panisch vor Angst auf dem Weg zur Todesspritze bist, überholt dich der Richter und erklärt, dass du das Gefängnis verlassen darfst und ER die Spritze an deiner Stelle annimmt. Wie krass ist das denn?

"Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt."
(Johannes 15,13)

Ich wünsche Euch einen gesegneten Karfreitag!

Lukas 23, 46

Samstag, 13. April 2019

Juhu! Neues eBook für Euch!

Liebe Leserinnen und Leser!

Endlich kann ich Euch erzählen, warum ich in letzter Zeit so wenig gebloggt habe:

Pünktlich zu Ostern steht mein neues eBook mit leckeren Backrezepten für Euch bereit. Alle Rezepte habe ich sorfgältig für Euch ausgewählt und mehrfach erprobt. Sie sind kinderleicht nachzubacken und vor allem super lecker!

Ich wünsche Euch viel Freude beim Backen und Genießen:

Buchcover: Sharelas leckere Backrezepte - Autorin: Sharela Koch
ISBN: 978-3-7487-0162-0

Das Buch gibt es ab sofort in allen renommierten eBook-Shops. Wenn Euch das Buch gefällt, dann freue ich mich sehr über Eure Rezensionen!

Freitag, 5. April 2019

Geld ist nur gut, wenn es Gutes bewirkt!

Das Ziel des Lebens ist nicht Geld. Was nützt dir Geld?

Geld kannst du nicht essen. Du kannst dich daran nicht wärmen. Du kannst dich damit nicht zudecken. Geld hört dir nicht zu, liebkost dich nicht und hilft dir nicht auf, wenn du strauchelst.

Geld ist nur gut, wenn es Gutes bewirkt. Oft tut es das - oft aber auch nicht.

Geld ist schlecht, wenn ich mich und mein Leben ihm unterordne. Wenn es mir schlaflose Nächte bereitet, wenn ich habgierig werde und ihm alles andere opfere.

Geld kann Gutes bewirken, wenn ich es überlegt einsetze.

Wenn die Reichen nur ein wenig ärmer werden, nur ein bisschen teilen, dann bräuchten so viele Arme nicht hungern.

Nur ein Gedankenspiel:

Statt Arme aus Verzweiflung zur gefährlichen Flucht zu zwingen und sie als "Asylten in reichen Ländern durchzufüttern" - wäre es nicht sinnvoller, das Geld so zu nutzen, dass sie sich eine Perspektive in der Heimat aufbauen können?

Wenn ein Mann seinen Acker bestellt, er kauft Saatgut und lässt seine Arbeiter gegen Lohn säen und ernten. Wem gehört dann der Ertrag? Ist es nicht sein Gewinn?

Wäre es nicht unser Verdienst, auf den wir stolz sein könnten, wenn wir armen Leuten - egal ob nah oder fern - nach Jesu Vorbild Hilfe zur Selbsthilfe leisten würden? Was für einen großen, bleibenden Schatz im Himmelreich könnte man sich damit wohl verdienen?

Wenn wir Flüchtlingen ihre Würde nicht absprechen würden? Wenn wir ihnen die Chance bieten könnten, in ihrer geliebten Heimat sich eine unabhängige Zukunft aufzubauen? Statt Milliarden Euros an traumatisierte Asylanten nach monatelanger Flucht und ohne Arbeitserlaubnis zu zahlen? Statt dessen das Geld nutzen, um Frieden zu schaffen? Vermutlich könnte man schon mit einem Bruchteil des Geldes sehr viel bewirken.

Nennt mich eine Träumerin! Aber jeder Ökonom, der die Kosten-Nutzen-Rechnung beherrscht wird zugeben: Die Idee hat doch was!

Donnerstag, 4. April 2019

Gott ist kein Kredithai!

Jeder Investor rechnet mit Gewin. Er will zumindest keinen Verlust machen - wenigstens.

Gott investiert so viel in jeden von uns: Talent, Weisheit, Gesundheit, Geduld, Fähigkeiten. Er verlangt nichts als Gegenleistung! Keinen Profit! Er erbittet nur unsere Liebe. - Um uns im Gegenzug noch mehr Liebe zu schenken.

Das ist so wunderbar! Was für ein Glück!

Ich möchte meine Gaben, die mir Gott gibt, so einsetzen, dass Gott wenigstens keinen Verlust macht. Ich will sie zum Guten einsetzen! Und du?

Montag, 1. April 2019

Bewahre das Gute in Dir!

Kürzlich sagte mir eine Fremde:

"Sie sind so nett und freundlich! Bitte bleiben Sie so! Bewahren Sie sich das! Zu viele Menschen werden mit den Jahren durch die schlechte Welt um sie herum verbittert!"

Wow! Zuerst ertappte ich mich beim Gedanken: "Ich glaube, ich sehe wohl aus wie 18?"
Aber im Nachhinein freue ich mich riesig über das nette Kompliment. Und ich muss dieser Fremden zustimmen. Viel zu viele gute Menschen werden durch schlechte Einflüsse irgendwann selbst abgestumpft und fahren ihre Freundlichkeit zurück. Oft aus Selbstschutz.

Das ist wirklich schade. Unsere Welt dürstet so sehr nach reiner, uneigennütziger Liebe und herzlicher Freundlichkeit.

Ich bin dankbar, dass mir das diese fremde Frau wieder bewusst gemacht hat. Ich will ernsthaft versuchen, mir meine Freundlichkeit und meine Motivation zu guten Taten zu bewahren.

Samstag, 23. März 2019

Groupies für den "Anstand"?

Manchmal habe ich das Gefühl, dass man sich für Anstand in dieser Welt mehr rechtfertigen muss als für Fehlverhalten. Geht das Euch auch so?

Wenn ich beispielsweise auf einer Party einfach Spaß haben will - ohne Alkohol und Zigaretten! Da ist für die Partygäste gleich klar, dass ich entweder Fahrer oder schwanger bin. Wenn ich betrunken die Kloschüssel umarmt hätte, hätte ich wohl weniger Diskussionen geführt, als wenn ich sage "Danke, ich trinke lieber Limo." Und nein, ich hatte auch keinen Totalabsturz letzte Woche. Ich feier und tanze gerne. Aber ich brauche dazu weder Alkohol noch Tabak. Und ich verlasse die Feier dann, wenn ich müde bin und bevor die Stimmung kippt. 

Mit meinem Verhalten mache ich mir nicht immer Freude. Aber kürzlich hatte ich zum ersten Mal "Groupies". Davon möchte ich Euch erzählen:

Ich war auf einer feuchtfröhlichen Privatparty eingeladen, bei der ich nur den Gastgeber kannte. Da ich ungern nach anderer Leute Pfeife tanze, war ich nach kurzer Zeit der einzige komplett nüchterne, nichtrauchende Gast. Der Stimmung tat es keinen Abbruch. Auf dieser Party war es aber das erste Mal, dass manche Gäste begannen, ernsthaft darüber nachzudenken, warum sie selbst eigentlich gerade rauchten und tranken. War es, weil sie es genossen? Oder weil es einfach alle anderen auch taten? 

Über diese Wendung war ich ziemlich erstaunt. Es entstand eine unterhaltsame Diskussion - nicht nur mir gegenüber, sondern auch unter den anderen Gästen. Es fielen Sätze wie "Die ist so voll straight." und "Die mag das nicht und dann macht sie es nicht. Egal, was die anderen sagen."

An diesem Abend wurde mir bewusst, wie viele Leute einfach "mit dem Strom schwimmen". Sie umgeben sich mich Leuten und tun Dinge, weil es "sich so gehört". Dabei überhören sie ihre eigene Stimme und achten gar nicht mehr darauf, was sie selbst wollen, was ihnen gut tut.

Mir ist bewusst, dass unsere Gesellschaft bestimmte Spielregeln hat. Es kann nicht jeder einfach mit dem Kopf durch die Wand. Und diese Spielregeln geben unserem Leben Ordnung und sind zum Großteil auch sinnvoll. Aber manchmal sind es diese vielen Kleinigkeiten, bei denen wir uns immer wieder verbiegen lassen und die uns auf Dauer so viel Kraft rauben und uns langfristig schaden. 

Ich habe an mich selbst den Anspruch, dass ich mein Leben so gut wie möglich gestalte und meister. Mit Gottes Hilfe. Aber ich lebe nicht zur Bespaßung und Unterhaltung meiner Nachbarn und Bekannten. Ich habe eine eigene Meinung und selbst wenn diese unpopulär ist, dann stehe ich trotzdem dazu. Das kostet Kraft. Aber es kostet weniger Kraft als täglich eine Person zu spielen, die ich nicht bin.

Lieber Leser, 
wenn es Dich glücklich macht, bis morgens um 6 Uhr durchzutanzen, dann danke Gott in deinem Herzen und feier! 
Wenn es Dich glücklich macht, abends ein Glas Rotwein zu trinken oder mit den Kumpels das Weizen zu zischen, dann danke Gott in deinem Herzen und genieß es!
Aber verbieg Dich nicht für diese Welt! Das ist es nicht wert. Gott liebt Dich so wie Du bist!

Der Weisheitslehrer Jesus Sirach sagte drüber:

"Häng deinen Mantel nicht nach dem Wind und tanze nicht auf jeder Hochzeit; beides tun doppelzüngige, charakterlose Menschen. Bleibe entschieden bei deiner Überzeugung und steh zu dem, was du sagst. Sei immer bereit zu hören, aber laß dir Zeit mit der Antwort! Antworte einem anderen nur, wenn du weißt, wovon du redest; sonst halte lieber den Mund! Was du sagst, kann dir Ehre oder Schande einbringen."