Sonntag, 17. Juni 2018

Gott wurde Mensch. Und was machst du aus dir?

Wenn sich zwei lieben, dann möchten sie gern Zeit gemeinsam verbringen. Oft gleichen sie sich auch einander ein, sie werden sich mit den Jahren immer ähnlicher.

Ähnlich ist es in der Beziehung zwischen Gott und den Menschen.

Gott sorgt sich um Dich. Er hört Dir zu, er nimmt sich Zeit für Dich und er ist in Jesus sogar Mensch geworden. Er hat selbst Leid erlebt und weiß, dass das Leben kein Zuckerschlecken ist. Er versteht Dich.

Jetzt liegt es an uns: an Dir und mir.

Sind wir auch bereit, uns Zeit für Gott zu nehmen, ihn an unserem Leben teilhaben zu lassen und ihm in Liebe nachzueifern?

Mittwoch, 13. Juni 2018

Schutzpatron der Schlamper

Heute gedenkt die Kirche dem Heiligen Antonius von Padua.

Der hl. Antonius wurde 1195 in Lissabon in Portugal geboren. Er war vor allem für seine franziskanische Armut und seine enormen Bibelkenntnisse bekannt. Außerdem sei er ein sehr talentierter Redner und Prediger gewesen.

Heute kennt man den Heiligen Antonius vor allem in Bezug auf verlorene oder verlegte Gegenstände. Es heißt, wenn man zu ihm betet, dann findet man all die verlorenen Sachen wieder.

Aus Erfahrung kann ich das voll und ganz bestätigen!

Aber woher kommt diese Verbindung zu verlorenen Gegenständen?

Die Legende besagt, dass ein junger Mönch ein Gebetbuch Antonius' ohne nach Erlaubnis zu fragen mitnahm. Der junge Mann sei dann von Erscheinungen ermahnt und gerügt worden, bis er das Buch wieder zurück gab.

Ich lade Euch an diesem Gedenktag ein, heute einen Gottesdienst zu besuchen und mit mir DANKE zu sagen, für all die verlorenen Gegenstände, die wir mit Antonius' Hilfe wieder finden durften.


Gebet bei verzweifeltem Suchen:

"Heiliger Antonius, kreuzbraver Ma'
Ich hab was verloren, führ mich dra na."
->  Anschließend folgen 3 "Vater unser"

(auf Hochdeutsch:
Heiliger Antonius, kreuzbraver Mann,
Ich habe etwas verloren, führe mich dorthin.)

Donnerstag, 7. Juni 2018

Danke für Eure Verstärkung!

Gestern sah ich beim Heimweg von der Arbeit zwei junge Klosterfrauen. Sie waren gerade dabei, ihre Lebensmitteleinkäufe zu verstauen und dann heimwärts zu radeln.

Ihr Anblick versüßte mir - ohne ihr Wissen - meinen Tag.

Die beiden strahlten so gute Laune aus. Das war einfach ansteckend!

Und gerade in unserer Zeit, wo viele Menschen so gleichgültig oder gar abweisend und aggressiv gegenüber Religion und Gläubigen auftreten, empfinde ich es als wunderbare Verstärkung, zu wissen, dass da Leute sind, die Gott auch lieben und ihm dienen. Und für andere beten. Egal ob im Kloster oder "in der Welt da draußen".
Ich bin nicht allein. Gott schickt immer wieder Arbeiter in seinen Weinberg.

Danke Gott!

Sonntag, 3. Juni 2018

Prozession: Wir gehen miteinander.

Wenn zwei Menschen sich lieben und feststellen, dass sie gemeinsam leben möchten, dann sagt man im Deutschen: "Die beiden gehen miteinander."

Und genau das tun auch Christen. Wenn ich Gott liebe, dann will ich meinen Lebensweg mit ihm gemeinsam gehen. Jeden Tag aufs Neue.

Sichtbarer Ausduck dieses "gemeinsam Gehens" ist eine Prozession, wie sie in vielen Städten zu Fronleichnam stattfindet.

Bei einer Prozession gehen Gläubige betend und singend durch die Straßen ihrer Stadt. Das gemeinsame Gehen ist sichtbarer Ausdruck ihrer Verbundenheit untereinander und - das ist an den geschmückten Altären erkennbar - mit Gott.

"Miteinander gehen" - ein schönes Bild, oder?

Samstag, 2. Juni 2018

Liebe kann man nicht "predigen"! Aber leben!

In der Bibel heißt es bei Hosea: "Denn ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer." 

Gott meint es unendlich gut mit uns! Er liebt uns ohne Wenn und Aber! Er will in Beziehung zu uns treten und an unserem Leben teilhaben, uns unterstützen! 

Dieser Bibelvers brachten mich mit dem englischen Sprichwort: "Practise what you preach!" (= Tu, was du predigst! ) dazu, dass ich feststellte: Liebe kann nicht gepredigt werden!

Wenn jemand Gottes Liebe oder aufrichtige Liebe allgemein nicht kennt, dann versteht er auch all das nicht, was ich ihm von Gott erzählen möchte.

Was also tun?

Ich nahm mir vor, in meinem Alltag mit denen über Gott und Kirche zu sprechen, die es interessiert. Denen, die es nicht hören wollen, erzähle ich auch nichts. Statt dessen warte ich darauf, bis sie neugierig werden und irgendwann selbst anfangen Fragen zu stellen und sich auf die Suche nach Gott machen.

Ich gestehe: Ich bin ein ungeduldiger Mensch. Aber ich fühle mich von Gottes Liebe wunderbar getragen und mit Gottes Hilfe ist mir alles möglich!

Ich habe mir vorgenommen, in jedem Mitmenschen die geliebte Schöpfung Gottes zu sehen. - Auch wenn das wirklich nicht immer leicht fällt.

Jetzt fragt Ihr Euch bestimmt, warum ich das so ausführlich erzähle. Der Grund:
In letzter Zeit wurde ich von  verschiedenen Leuten (Mitarbeitern, Schüler aus Erwachsenenbildung, Bekannten,...) direkt angesprochen: Wie machst du das? Wie schaffst du es, für uns da zu sein? Wie bleibst du so geduldig? ...

Diese ersten Fragen fühlten sich fast an wie ein Ritterschlag. Ich freute mich sehr, dass auch Leute ohne Bezug zur (christlichen) Religion durch mein alltägliches Verhalten neugierig werden. Sie spüren über kurz oder lang, dass da etwas in meinem Leben ist, das mir Halt und Kraft gibt. Und das mein Leben bereichert und mich und meine Umwelt noch glücklicher macht.

Ich danke Gott für seine Hilfe! Für seine Liebe! Und dass ich seine Liebe auch an andere weiter schenken darf!

Heute bin ich mit breitem Grinsen unterwegs :-D


Sonntag, 27. Mai 2018

Sorgfalt - nicht Sorge!

Meinen neuen Vorsatz für die kommenden Tage entdeckte ich beim Lesen eines wahren "Glaubensspickers".

Voila: Reli-Unterricht mit Franz von Sales

Zurzeit lese ich das Buch "Philothea" von Franz von Sales und auf jeder Seite entdecke ich nicht nur neue Denkanstöße, sondern wirkliche Anleitungen zum religiösen Leben mit ganz konkreten Beispielen aus dem Alltag. Franz von Sales war kein weltfremder Gelehrter, der unmögliches fordert. Vielmehr schrieb er von herzlicher, fürsorglicher Liebe durchdrungene Alltagstipps, die man auch wirklich umsetzen kann.

Diese Worte von ihm versuche ich umzusetzen:

"Zwei Dinge sind wohl zu unterscheiden: Sorgfalt und Sorge, Eifer und Hast. Die Engel wachen mit Sorgfalt über unsere Seelen und widmen sich uns mit Eifer; aber sie haben deshalb nicht Sorge oder Unruhe. Wie jenes zur Liebe gehört, so würde dies die Seligkeit, die sie genießen, stören. Wohl können Sorgfalt und Eifer mit innerem Glück und Frieden zusammengehen, nicht aber unruhige Hast."

Also nehme ich mir vor, meine anstehenden Aufgaben mit Sorgfalt und mit Eifer zu verrichten. Ich möchte aber darauf achten, mir dabei nicht hastig und sorgenvoll selbst im Weg zu stehen.

Freitag, 25. Mai 2018

Ich bete für die Kinder

Am heutigen Freitag fällt in Irland die Entscheidung, ob ein Artikel-Zusatz in der irischen Verfassung gestrichen werden soll.

"Der betreffende Artikel stellt bislang das Lebensrecht des ungeborenen Kindes mit dem der Mutter gleich. Sollte die irische Bevölkerung für eine Streichung votieren, ist eine Legalisierung von Abtreibungen bis zur zwölften Schwangerschaftswoche vorgesehen.
(...)
Die katholische Kirche befürchtet einen "Dammbruch" in Sachen Lebensschutz. Die Gesellschaft dürfe nicht akzeptieren, "dass ein Mensch das Recht habe, das Leben eines anderen zu beenden", so der Vorsitzende der Bioethik-Kommission der Irischen Bischofskonferenz, Bischof Kevin Doran von Elphin, in einem Hirtenbrief. "
(Quelle: domradio.de)

Ich muss gestehen, dass die Lockerung von Abtreibungsgesetzen in mir Erinnerungen an vergangene Zeiten weckt. Erinnerungen an eine Zeit, in der in Deutschland von Menschen definiert wurde, welcher Mensch  "würdig" ist zu leben und welche Menschen "Belastung für die Gesellschaft" sind.

Wie kann man einen von Gott geschaffenen Menschen als unnütze Belastung ansehen?!

Ich verstehe, dass manche Frauen, dass manche Familien, mit einem Kind emotional oder finanziell an ihre Grenzen kommen.

Aber - und das ist meine ganz persönliche Meinung:

Solche Menschen brauchen keine Legalisierung von Abtreibungsgesetzen und Hilfestellungen zum Mord! Sie brauchen meines Erachtens Unterstützung! Jemand, der ihnen Lösungswege anbietet, ihnen in schwierigen Zeiten zur Seite steht - emotional, mit Erfahrung oder finanziell. Sie in ihrer Not allein zu lassen wäre fatal und inakzeptabel! Aber die Ermordung eines Kindes kann nicht die Lösung sein!

Deshalb bete ich heute für alle Kinder dieser Erde, besonders für die Kinder in Irland, und auch für die Eltern und Familien!